Willkommen beim Netzwerk Kinderschutz / Frühe Hilfen
Rückblick in Bildern: Das war der Kinderschutz-Fachtag 2026 am 9. September 2026 in Meiningen
Volles Haus, wichtige Impulse: Das Netzwerk Kinderschutz / Frühe Hilfen des Landkreises Schmalkalden-Meiningen nahm zum Kinderschutz-Fachtag 2026 die Themen Radikalisierung und Extremismus in den Blick.
Unter dem Leitthema „Im Käfig der Ideologien – Kinderschutz im Spannungsfeld von Radikalisierung und Extremismus“ konnten rund 200 Gäste im rappelvollen Saal des Landratsamtes Meiningen begrüßt werden.
Nach den Grußworten von Sandra Paula, Sachbearbeiterin Kinderschutz im Landratsamt, und der 1. Beigeordneten Susanne Reich ging es direkt mitten ins Thema: Der rund 15-minütige Film „Radikal“ der Hessischen Landesregierung zeigte eindrucksvoll Ausschnitte aus der Lebenswelt junger Menschen im Spannungsfeld von Alltag und Radikalisierung.
Anschließend starteten Kristina Blaas und Sina Şimşek-Karaschewitz vom IZDR mit ihrem Impulsvortrag „Zwischen Weltanschauung und Kindeswohl – Herausforderungen für Fachkräfte im Umgang mit ideologisch geprägten Familiensystemen“ und gaben wichtige fachliche Anknüpfungspunkte für den weiteren Austausch. Frau Pohl von der Zentralen Beratungsstelle für Weltanschauungsprobleme referierte anschließend zum Thema „Aufwachsen in der Filterblase – Wenn Weltanschauungen Kindheit prägen“.
Und der Nachmittag war ebenso vielfältig wie praxisnah: In verschiedenen Workshops ging es unter anderem um Demokratie im digitalen Zeitalter, die Zeichensprache der extremen Rechten sowie Kommunikationsstrategien im Umgang mit vermutlich radikalisierten Jugendlichen. Dabei konnten die Teilnehmenden einzelne Aspekte vertiefen und Erfahrungen austauschen.
Ein spannender und intensiver Fachtag mit vielen Hilfestellungen zu einer zentralen Frage: Wie können Kinder und Jugendliche gestärkt werden, Radikalisierung frühzeitig erkennen und wie können ihnen sichere Räume für eine selbstbestimmte Entwicklung geboten werden?
Eindrücke vom Fachtag gibt es hier:













Am 1. Juli kamen zahlreiche Akteure der Kinder- und Jugendhilfe sowie angrenzender Institutionen zum ersten Sozialraumtreffen in Zella-Mehlis zusammen. Zentrales Ziel der Veranstaltung war das gegenseitige Kennenlernen und die enge Vernetzung der Akteure vor Ort, um den Kinderschutz in der Region zu stärken und die Zusammenarbeit zu intensivieren.
Ein breites Bündnis für den Kinderschutz
Organisiert wurde das Treffen von der Unterarbeitsgruppe Kinderschutz des Netzwerks Kinderschutz Frühe Hilfen des Landkreis Schmalkalden-Meiningen. Wie wichtig das Thema in der Region genommen wird, zeigte die breite Resonanz der geladenen Gäste. Zu den Teilnehmern gehörten unter anderem:
- Vertreter von Schulen und Kindertagesstätten sowie der integrativen Kindertagesstätte „Sommerau“
- Erziehungsberatungs und Suchtberatungsstelle
- schulzahnärztliche und der schulärztliche Dienst
- Kinder- und Jugendpsychotherapeuten
- Polizei
- Stadtverwaltung Steinbach-Hallenberg
- Ambulante Hilfen der freien Kinder- und Jugendhilfe
- Kinder- und Jugendfreizeitreff Zella-Mehlis
- Kinder- und Jugendschutzdienst laut:stark
- Frauenhaus
- Allgemeiner Sozialer Dienst des Landkreises
Aufgaben und Zuständigkeiten transparent machen
Ein wesentlicher Schwerpunkt des Treffens lag darauf, Transparenz über die jeweiligen Aufgabenbereiche der Akteure zu schaffen. Die Hauptakteure der Kinderschutzarbeit – der Allgemeine Soziale Dienst (ASD), der Kinder- und Jugendschutzdienst „lautstark“ sowie das Koordinationsteam des Kinderschutzes im Landkreis – stellten in einer gemeinsamen Präsentation ihre konkreten Aufgaben, Arbeitsweisen und Zuständigkeiten vor.
Um auch über das Sozialraumtreffen hinaus einen Mehrwert für die Zusammenarbeit im Netzwerk zu erhalten, erstellte zudem jeder Beteiligte einen detaillierten Steckbrief der eigenen Institution. Diese Steckbriefe dienen künftig als praktischer Wegweiser für die schnelle und unkomplizierte Kontaktaufnahme im Alltag.
Praxisnah: „Stolpersteine im Kinderschutz“ im Visier
Neben dem Kennenlernen ging es auch direkt an die fachliche Arbeit. In mehreren kleinen Gruppen setzten sich die Fachkräfte an verschiedenen Thementischen intensiv mit den sogenannten „Stolpersteinen im Kinderschutz“ auseinander. Dabei wurden bestehende Herausforderungen, Kommunikationsbarrieren oder Schnittstellenprobleme im Kinderschutzalltag offen diskutiert und erste gemeinsame Lösungsansätze entwickelt.
Ein funktionierender Kinderschutz lebt vom schnellen, reibungslosen Austausch und dem Wissen, wer der richtige Ansprechpartner ist. Der interdisziplinäre Austausch an den Thementischen zeigte, wie wertvoll der direkte Blick über den eigenen Tellerrand ist.
Ein herzlicher Dank an die Gastgeber
Als idealer Veranstaltungsort erwies sich die gemütliche, angrenzende Scheune des Kinder- und Jugendfreizeittreffs in Zella-Mehlis. Das Team des Freizeittreffs unterstützte dabei nicht nur als herzlicher Gastgeber, sondern leistete auch bei der gesamten Vorbereitung und Organisation des Treffens eine großartige Unterstützung. Dank dieses Engagements wurde das erste Sozialraumtreffen zu einem wichtigen Meilenstein für den präventiven Kinderschutz in Zella-Mehlis.









